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Julius Voegtli: A Forerunner of Swiss Impressionism (16.11.2018-13.01.2019)

Julius Voegtli beim Malen, Fotografie, 37 x 27 cm, © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Selbstportrait, Aquarell, 18 x 24 cm, 1910; © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Im Wald bei Guggisberg, Öl auf Leinwand, 40 x 52 cm, 1932; © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Alter Mann mit Bart, Aquarell, 30 x 40 cm, 1921; © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Blumen auf blauem Tuch, Aquarell, 40 x 50 cm; © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Anna Voegtli, Aquarell, 20 x 33 cm; © Hans Voegtli

Julius Voegtli: Schwarzer Mann mit gelbem Turban, Spahi, Aquarell, 38 x 47 cm; © Hans Voegtli


Julius Voegtli: A Forerunner of Swiss Impressionism (16.11.2018-13.01.2019) 

The Rediscovery of an Eminent Swiss Landscape Painter and Portraitist



Vom 16. November bis zum 13. Januar 2019 ist die Ausstellung mit den Kunstwerken des Schweizer Künstlers Julius Voegtli (1879-1944) in Deugavpils Mark Rothko Art Centre zu sehen. Die Vernissage beginnt am 16. November 2018 um 16:00 Uhr.


Voegtlis malerisches Werk blieb im privaten Besitz der Nachkommen und wurde öffentlich kaum wahrgenommen. Neben einiger Ausstellungen in der Schweiz wurde eine Reihe von 32 Gemälde des Künstlers auch in Dounan Art Museum in Kunming, China vom 16. Dezember 2017 zum 25. Januar 2018 ausgestellt.


Im Folgenden ein Auszug aus dem Text von Dr. Peter Schütt über den Künstler Julius Voegtli:


Julius Voegtli wurde im März 1879 im westschweizerischen Malters als Sohn eines Hausarztes geboren. Die Ausbildung zum Dekorationsmaler erfolgte an der Gewerbeschule in Basel und in einem Volontariat in Basel. Seine künstlerische Schulung verdankt Julius Voegtli aber vor allem seinem dreijährigen Studium an der Akademie der bildenden Künste in München. Dort interessierte er sich vor allem für die Landschaftsmalerei und begeisterte sich für den Impressionismus der französischen Meister, namentlich für Cezanne.


Der Landschaftsmalerei Julius Voegtlis wurde mehrfach von Kunstkritikern, der höchste Rang im Rahmen seines Gesamtwerkes zugeschrieben. Hohe Gipfel, Gletscher und heroische Felsenschluchten sind allerdings seine Sache nicht. Insofern fällt er aus dem Rahmen der Schweizer Genremalerei.


In seinen Werken mit Blumenmotiven zeigt sich zum einen der Einfluss des Impressionismus, dem er während seiner Lehrjahre in München begegnet ist. Zum anderen steht der Maler aber ganz zweifellos im Bann der Blumenpracht seiner Heimat. Die Gegend um Biel ist bekannt für ihre beinahe provenzalisch oder mediterran anmutende Vegetation.


Ebenso meisterhaft ist sein 1933 entstandenes Stadtbild von Florenz, das seine Spannung und seinen magischen Reiz aus der Widerspiegelung der klassischen florentinischen Bauten und Brücken auf der Wasserfläche des Arno erhält.


Ein Meisterwerk, das von fernher an Rembrandts Ratsherrenbilder erinnert, 1927 gemalt, zeigt den Künstler in seiner Funktion als Baudirektor zusammen mit den übrigen neun Mitgliedern des Gemeinderates der Stadt Biel. Alle Menschenbildnisse von Julius Voegtli tragen sehr individuelle Züge und Merkmale. Sie sind unverwechselbar. Zu den Höhenpunkten seines Spätwerks, das schon unter der Last schwerer Erkrankungen gemalt wurde, gehören vier Porträts von so genannten „Spahis“. Sie waren Soldaten aus den französischen Kolonien Afrikas, die nach der Besetzung Frankreichs durch die Hitlerarmee in deutsche Gefangenschaft gekommen waren. Einigen von ihnen gelang die Flucht in die Westschweiz. Julius Voegtli gibt den afrikanischen Kriegsflüchtlingen sehr ausdrucksstarke Gesichter und verleiht ihnen auch mithilfe roter Mäntel Würde, Stolz und Willensstärke. Es sollten Julius Voegtlis letzte Bilder sein.


Es ist ein Glücksfall nicht für die Kunstgeschichte der Schweiz, sondern für Sammler auf der ganzen Welt, dass ein Landschaftsmaler und Porträtist von überregionaler und epochenübergreifender Bedeutung wiederentdeckt und dank den Bemühungen der Pashmin Art Gallery dem internationalen Kunstmarkt zugänglich gemacht wird.

© Dr. Peter Schütt


Die Ausstellung wurde durch die Kooperation zwischen Daugavpils Mark Rothko Art Centre und Pashmin Art Consortia realisiert und von Māris Čačka vom Daugavpils Mark Rothko Art Centre und Nour Nouri, dem Direktor des Pashmin Art Consortia kuratiert.


GAM


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