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Helga Kreuzritter stellt im Augustinum aus (22.10.-03.11.2018)

Die Wächter © Pashmin Art Managment

© Pashmin Art Managment

© Augustinum Meersburg

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© Augustinum Meersburg


Helga Kreuzritter stellt im Augustinum aus (22.10.-03.11.2018) 

Seit dem 22. Oktober bewacht die Skulpturengruppe ``Wächte´´ der Künstlerin Helga Kreuzritter das Außengelände des Augustinums in Meersburg am Bodensee.


Die Wächter passen sehr gut zur aktuellen Ausstellung ``Gefühl´´ , die ebenfalls am 22. Oktober durch Herrn Nour Nouri, dem Direktor der Pashmin Art Gallery und Herrn Richard Rheindorf dem Direktor des Augusitnums eröffnet wurde. Herr Nour Nouri begleitet die Künstlerin Helga Kreuzritter seit über zehn Jahren und hat Ihre Kunst national wie international ausgestellt.


Die Skulpturengruppe ``Wächter´´ wurde schon vor einigen Jahren von Helga Kreuzritter als Bronze-Guss in Auftrag gegeben. Die Idee hierzu entstand in Vorbereitung auf eine Ausstellung im Schwedensspeicher Museum Stade. Für den Guss wurde 1:1 Modell, das sie gefertigt hatte, verwendet. Wächter verkörpern Kraft und Stärke. Sie symbolisieren in der von Helga Kreuzritter gewählten abstrahierenden Form Geborgenheit, Ruhe, Freiheit und Sicherheit. Alles Gefühle, durch die sich Augustinum Residenz auch speziell das Augustinum Meersburg auszeichnet.


Im Folgenden ein Auszug aus der Ansprache von Dr. Peter Schütt:


Helga Kreuzritters Kunstwerke sind eigenartig, sie sind gewöhnungsbedürftig. Sie folgen keiner Schule, keiner Mode, keinem Markt, keiner Doktrin und keiner Seilschaft. Sie stehen für sich, sie sprechen für sich. Ihre Motive und Themen hat sie nicht zuletzt in der kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen in den Jahren des bundesdeutschen Wirtschaftswunders gefunden, aber ihre Werke weisen über die Entstehungszeit hinaus und werden zu Gleichnissen, zu Zeichen, zu Spiegelbildern menschlicher Schwächen, die auch in anderen Kulturkreisen nur allzugut verstanden werden. Manche Arbeiten mögen uns auf ersten Blick eher unscheinbar vorkommen, als wollten sie ihren höheren Sinn vor dem Betrachter erst einmal verbergen, aber umso größer ist der Aha-Effekt, der sich einstellt, wenn man der Künstlerin nach genauerem Hinsehen endlich auf die Schliche kommt.


Vlotho an der Weser, Hammah, Stade, Westerland, Bad Zwischenahn mit der vielsagenden Anschrift ``Seerosenweg 1´´ und jetzt Meersburg am Bodensee: Helga Kreuzritters bevorzugte Wohnorte liegen nicht unbedingt in der Nähe der großen Kunsthandelszentren, sondern eher am Rande, im Verborgenen, abseits vom lärmendem Kunstbetrieb. Sie packt mutig, unerschrocken und mit genialischem Erfindungsreichtum eines der drängendsten Probleme der Epoche an: die Verschmutzung, die Vermüllung und die Vergiftung unserer natürlichen Umwelt. Sie schafft, was einst die Alchemisten vergeblich versucht habe. Sie hat Zauberhände. Aus Abfall, Müll, Rost, Schrott, Totholz, Baumstümpfen, Wurzelresten, Plastik und ausgedientem Hausrat schafft sie Kunstwerke von unschätzbarem Rang.


Mit ihren auf Aluminiumplatten versiegelten Malereien, hat sie sich ein ganz neuartiges, faszinierendes und ihr auf den Leib geschriebenes Medium erschaffen. Sie recycelt unsere gefährlichen Rückstände, in dem sie sie zu Kunstwerken veredelt. Sie macht aus alt neu, sie verwandelt Blech in Silber und Gold, sie erweckt abgestorbene Moorwurzeln zu neuem Leben. Helga Kreuzritter ist eine Grenzgängerin. Mit der orphischen Kraft ihrer Kunst kann sie selbst die Grenzen zwischen Tod und Leben überspielen und überschreiten. Sie überwindet die Grenzen zwischen Kunst und Natur, zwischen Kunst und Technik, zwischen Kunst und Leben. Zwischen Malerei und Skulptur, zwischen Collage und Montage, zwischen der zweiten und der dritten Dimension, zwischen Malerei und Bildhauerei, zwischen Realismus und Surrealismus, zwischen Magie und Präzision, zwischen Melancholie und Aufruhr, zwischen Spaß und Ernst.


Zu den Werken, die bestimmt bleiben werden und die zunächst dazu bestimmt sind, zumindestens für zehn Jahre hier draußen vor diesem Augustinum stehen zu bleiben, gehören die drei imposanten Wächter-Gestalten. Wie alle großen Kunstwerke sind sie mehr- und vieldeutig. Ihre Bedeutung erschließt sich erst in der Wahrnehmung des Augenzeugen. Die markanten Wächter sind, gleich wie man sie deutet, unübersehbare Nachdenkmäler, sie regen jeden, der vorübergeht oder stehen bleibt, an zum Nachsinnen über Zeit und Ewigkeit, über Leben und Tod, über Geburt und Wiedergeburt. Sie sind Wegmarken, Wegzeichen, Wegweiser auf unserer Lebensreise aus dieser Welt hinüber in eine andere Dimension. Hier vor Ort, vor dem irdischem Paradiesgarten des Augustinums, sind sie die idealen Wächter. Sie verkörpern Kraft und Stärke, aber sie üben ihr Amt ohne Kreuzritterschwert und -lanze aus. Sie schaffen dadurch Ruhe, sie geben ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. In ihrer majestätischen Gestalt erheischen sie Respekt, aber sie könnten bei einem stillen,in sich gekehrten Betrachter auch Gänsehaut-Empfindungen auslösen. Dem, der sich auf das Monumemt einlässt, wird einiges abverlangt. Er muss die geistige Leistung nachvollziehen, die die Künstlerin bei der Erschaffung ihres Kunstwerkes erbracht hat.


Die Ausstellung ``Gefühle´´ wird im Galerieflur des Augustinum Meersburg bis zum 03.11.2018 zu sehen sein und ist öffentlich und kostenfrei zugänglich. Die Skulpturengruppe Wächter ist eine Dauerleihgabe.


GAM








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