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Die künstliche Haut von Clemens Krauss

Berlin im Zeichen der Kunst: Bis Sonntag beteiligen sich viele Galerien und Ausstellungshäuser an der Art Week. Ein Österreicher zeigt zum Beispiel ein ungewöhnliches Selbstporträt.


Die künstliche Haut von Clemens Krauss 

Berlin im Zeichen der Kunst: Bis Sonntag beteiligen sich viele Galerien und Ausstellungshäuser an der Art Week. Ein Österreicher zeigt zum Beispiel ein ungewöhnliches Selbstporträt.


Manche kennen die Aufgabe vielleicht noch aus dem Kunstunterricht: ein Selbstporträt malen. Spätestens in Museen sieht man dann, wie das hätte ausgehen können. 


Der Künstler Clemens Krauss hat ein Selbstporträt entwickelt, das ziemlich ungewöhnlich wirkt. Der Österreicher lebt in Berlin und stellt dort nun aus. Auf dem Boden neben ihm liegt eine künstliche Haut. Wie von einem nackten Körper, der sich gehäutet hat. 


Das ist das «Selbstporträt als Kind, 2017». Es sei eine Rekonstruktion seines Körpers als etwa 12- oder 13-Jähriger, sagte Krauss im Haus am Lützowplatz. Er habe damit die Haut als Grenze des Körpers thematisieren wollen. Gleichzeitig sei es eine Darstellung in einem sehr sensiblen Alter, einem sehr empfindlichen Alter. 


Sich gleichzeitig in dieser Nacktheit und Ausgeliefertheit auf dem Boden zu präsentieren, sei die Grundidee gewesen. «Dieses Gefühl der Beschämung und des Betrachtetwerdens und gleichzeitig des Schutzlosen», sagte Krauss. Das sei ja auch ein bisschen ein Thema unserer Zeit. Das Gesicht sei nach Fotos und Videos rekonstruiert.


Seine Ausstellung «Massen/Masses» im Haus am Lützowplatz ist auch Teil der Berliner Art Week (15. bis 19. September). Bis Sonntag beteiligen sich viele Galerien und Ausstellungshäuser. Krauss wurde 1981 in Graz geboren. Er hat sich nach eigenen Angaben auch in Psychoanalyse ausbilden lassen. In der Performance «Gruppe» plant er nun mit Besucherinnen und Besuchern mehrere Sitzungen, um die Psychoanalyse zu erkunden. 


© dpa-infocom, dpa:210915-99-228428/2








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