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Kunst kommt weg: Abbau der documenta in Kassel läuft

Der «Parthenon of Books» - nur noch ein Gerippe aus Stahl. Foto: Swen Pförtner


Kunst kommt weg: Abbau der documenta in Kassel läuft 

Die weltweit bedeutendste Schau für zeitgenössische Kunst ist Vergangenheit. Bald wird fast nichts mehr von den öffentlich ausgestellten Exponaten zu sehen sein.

Die Spuren der Kunstausstellung documenta in Kassel verschwinden. Etwa 20 Gebäude und Plätze im öffentlichen Raum seien schon zurückgegeben worden, teilten die Organisatoren auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.


Standorte, an denen der Aufwand größer ist, würden spätestens bis Mitte November fertiggestellt.


Am sichtbarsten ist der Abbau der Kunstwerke im öffentlichen Raum: Der Büchertempel Parthenon auf dem Friedrichsplatz soll in den nächsten Tagen komplett verschwunden sein. Das Marmorzelt auf dem Weinberg ist bereits weg. Lastwagen bringen laut Organisatoren Kunstwerke zurück ins griechische EMST, das Nationale Museum für Zeitgenössische Kunst in Athen.


Einige Künstler holen ihre Arbeiten selber ab. Das sei bei sehr hoch versicherten Arbeiten oft eine Bedingung für die Leihgabe, erklärte die documenta. Die meisten Kunstwerke gingen aber mit professionellen Spediteuren an die Künstler oder an die nächsten Ausstellungsorte.


Offen ist weiter, ob ein Außenkunstwerk in Kassel bleiben wird. Die Stadt verhandelt mit dem nigerianischen Künstler Olu Oguibe über seinen Obelisk. Selbst kaufen werde sie das Kunstwerk aber nicht, sagte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD). Kassel vermittle nur, ein Ankauf müsse mit Spenden finanziert werden. Um das möglich zu machen, wurde die Frist für einen Abbau des Obelisken bis Anfang November verlängert.


Die documenta ist die weltweit bedeutendste Schau für zeitgenössische Kunst. Sie fand vom 8. April bis zum 17. September in Kassel und Athen statt. Allein nach Nordhessen kamen 891 500 Besucher.


Kassel (dpa)








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